Das Aussehen liefert keinen Nachweis
Ältere Putze, Spachtelmassen und Kleber können Asbest enthalten. Auch eine intakte Oberfläche sagt nichts über die darunterliegenden oder später ergänzten Schichten aus. Eine Fachperson plant die Untersuchung der betroffenen Materialien.
Entnehmen Sie bei Verdacht keine Probe selbst. Eine unsachgemässe Entnahme kann Fasern freisetzen. Vorhandene Laborberichte sollten zeigen, welche Materialien an welchen Stellen untersucht wurden.
Der Laborbefund muss zu den geplanten Arbeiten passen. Die Suva warnt in ihren Empfehlungen von 2024 davor, verschiedene Materialien zu einer Mischprobe zusammenzufassen: Das kann den Nachweis erschweren. Bei einem positiven Befund kann eine getrennte Untersuchung der Schichten nötig sein, um Sanierung und Entsorgung festzulegen. Lassen Sie die Fachperson im Bericht angeben, welche Schichten und Bereiche geprüft wurden.
Suva: Analyse schwieriger Materialproben, Empfehlungen 2024 (PDF)
Den geplanten Eingriff beschreiben
Teilen Sie der Schadstofffachperson mit, wo gebohrt, geschliffen oder abgebrochen werden soll. Auch kleine Eingriffe können belastetes Material betreffen. Baujahr und Renovationsgeschichte helfen, die Verdachtsbereiche einzugrenzen.
Warten Sie mit der Bearbeitung verdächtiger Schichten, bis Befund und erforderliche Schutzmassnahmen geklärt sind. Ein Ergebnis für eine Probe lässt sich nicht ohne Weiteres auf alle Materialien im Haus übertragen.
Abklärung und Sanierung getrennt planen
Die Materialanalyse klärt den untersuchten Bereich ab. Bei einem positiven Befund legt die zuständige Fachperson das weitere Vorgehen fest. Für Arbeiten mit erheblicher Freisetzung gefährlicher Asbestfasern braucht es ein Suva-anerkanntes Asbestsanierungsunternehmen.
Stuckarbeiten werden mit der Abklärung und einer allfälligen Sanierung koordiniert. Klären Sie vorab, wer den Bereich für die nachfolgenden Arbeiten freigibt.
Baujahr und Umbauten gemeinsam betrachten
Bei Gebäuden vor 1990 ist mit asbesthaltigen Materialien zu rechnen. Das bedeutet nicht, dass jeder Putz belastet ist. Für die Untersuchung zählt, welche Schichten tatsächlich bearbeitet werden sollen.
Sammeln Sie Unterlagen zu Renovationen und früheren Abklärungen. Geben Sie die Befunde an alle Betriebe weiter, die an der betroffenen Decke arbeiten werden.