Was unter dem sichtbaren Stuck liegt
Von unten sieht man den Stuck. Was ihn trägt, bleibt oft verborgen: Schilfrohr, Holzlatten oder Metallgewebe etwa. Alte Pläne und Reparaturberichte liefern Hinweise. Ob dieser Aufbau noch hält, prüft der Fachbetrieb an der Decke selbst.
Dicke Farbe verdeckt feine Details. Der Fachbetrieb testet an einer kleinen Stelle, welche Schichten sich lösen lassen. Darunter kann eine ältere Farbfassung liegen. Vereinbaren Sie deshalb vorher, was freigelegt werden soll und was bleiben muss.
Welche Farbfassung soll zurückkommen? Im Regierungsgebäude Aarau entschied man sich 2014 für die belegbare Fassung um 1900. Frühere Eingriffe hatten ältere Farbschichten weitgehend entfernt. Restaurieren heisst also nicht automatisch, den allerersten Zustand wiederherzustellen. Lassen Sie im Befund festhalten, welche Schichten erhalten sind und worauf sich die gewählte Fassung stützt.
Dokumentierter Fall: Denkmalpflege Aargau, Regierungsgebäude Aarau (2014)
Was Sie vor der Anfrage festhalten können
Fotografieren Sie den ganzen Raum und die betroffenen Stellen aus sicherer Entfernung. Notieren Sie, seit wann der Schaden sichtbar ist und ob zuletzt Wasser eingetreten ist oder umgebaut wurde. Fachbegriffe brauchen Sie dafür nicht. Und eine lose Decke klopfen Sie bitte nicht selbst ab.
Kratzen, Wässern oder Abbeizen kann empfindliche Oberflächen beschädigen. Lassen Sie das Reinigungsverfahren zuerst prüfen. Bei losen Teilen bleibt der Bereich gesperrt, bis eine Fachperson die Gefahr beurteilt hat.