Stuckleistung · Schweizweit

Profilzug und Gipszug nach Mass

Eine Schablone gibt dem frischen Gips seine Form. So entsteht ein Gesims mit genau dem Querschnitt, den der Raum braucht – als Ergänzung zum alten Profil oder nach einer neuen Zeichnung. Gerade Strecken, Ecken und Rundungen verlangen jeweils andere Arbeitsschritte.

Traditionelle Zinkschablone zieht ein präzises Stuckprofil aus frischem Gips

Vom Querschnitt zur Schablone

Für ein bestehendes Gesims braucht der Fachbetrieb einen gut erhaltenen Querschnitt. Daraus wird eine Schablone hergestellt, die beim Ziehen überschüssigen Mörtel abnimmt und das Profil formt. Ein Foto von vorn zeigt den Verlauf, ersetzt aber nicht die Aufnahme der Tiefe und Ausladung.

Bei einem neuen Profil werden die Abmessungen zuerst gezeichnet und an einem Muster geprüft. Besprechen Sie dabei auch, wie weit das Gesims in den Raum ragt und wie es zur Deckenhöhe passt.

Ecken und Anschlüsse separat erfassen

Ein langer gerader Abschnitt und mehrere kurze Abschnitte mit vielen Ecken können ähnlich viele Laufmeter haben, aber unterschiedlich viel Arbeit verursachen. Innen- und Aussenecken sowie Übergänge zu vorhandenen Profilen müssen einzeln angepasst werden.

Geben Sie neben der Gesamtlänge deshalb die Anzahl der Ecken und allfällige Rundungen an. Fotos der Anschlüsse helfen bei der Offerte. Klären Sie auch, ob Montage, Fugenbearbeitung und Anstrich im beschriebenen Umfang enthalten sind.

Passt das zu Ihrem Projekt?

Typische Situationen

Diese Beispiele helfen bei der Einordnung. Die geeignete Massnahme ergibt sich erst aus Zustand, Aufbau und Ziel.

  • Gesimse nach historischem Vorbild
  • Hohlkehlen und Wandfriese
  • Gebogene Profile und Gewölbeanschlüsse
  • Profilfortführungen nach Grundrissänderungen

Vorgehen

Vom Bestand zur Ausführung

Der Ablauf bleibt nachvollziehbar und wird am konkreten Objekt präzisiert.

  1. Bestandsprofil vermessen
  2. Schablone und Zugschlitten herstellen
  3. Untergrund beziehungsweise Werktisch vorbereiten
  4. Profil in mehreren Zügen aufbauen
  5. Teile versetzen oder vor Ort fertigziehen
  6. Ecken und Anschlüsse nacharbeiten

Vor der Offerte

Was früh entschieden werden sollte

Gute Entscheidungen schützen historische Substanz, vermeiden Schnittstellenfehler und machen Offerten vergleichbarer.

Profil abnehmen

Eine Profillehre oder ein sauberer Querschnitt überträgt die Geometrie des Bestands auf die Zinkschablone.

Vor Ort oder Atelier

Transport, Länge, Krümmung und Anschlüsse bestimmen, ob das Profil am Bau oder auf dem Werktisch gezogen wird.

Ecken planen

Innen- und Aussenecken, Kröpfe und Übergänge sind anspruchsvoller als der gerade Profilabschnitt.

Ihre Anfrage

Diese Angaben helfen

Sie müssen noch nicht alles wissen. Gute Fotos und wenige konkrete Angaben reichen oft für die erste Einordnung.

  • Profilquerschnitt mit Massstab
  • Gesamtlänge und Anzahl Ecken
  • Gerade oder gebogene Abschnitte
  • Fotos der Anschlussstellen
  • Deckenhöhe und Zugang

Häufige Fragen

Wichtig zu Profilzug und Gipszug

Was ist der Unterschied zwischen Profilzug und Stuckleiste?

Ein Profilzug wird mit einer eigens gefertigten Schablone aus Gips geformt. Eine serienmässige Stuckleiste ist ein vorgefertigtes Element mit festem Querschnitt.

Sind gebogene Gipszüge möglich?

Gebogene Gipszüge sind möglich, benötigen aber eine passende Führung, einen exakt bestimmten Radius und sorgfältig geplante Übergänge.

Kann ein bestehendes Profil exakt kopiert werden?

Ein bestehendes Profil kann über einen sauberen Querschnitt oder eine Profillehre sehr genau aufgenommen werden. Unregelmässigkeiten des Altbestands müssen dabei bewusst beurteilt werden.

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